pfefferberg

META - Minorities Groups Education Through Arts

Gefördert aus dem Programm ERASMUS+, arbeitete die Stiftung Pfefferwerk seit dem 1.11.2015 über 33 Monate gemeinsam mit Partnern aus Belgien und Italien daran, sichtbar zu machen, dass und wie kulturelle Angebote vor allem an Grundschulen die Integration ethnischer Minderheiten und das Miteinander verschiedener Nationalitäten befördern. Ein wichtiges Ziel bestand darin, anhand der Ergebnisse auf verschiedenen Ebenen Einfluss auf bildungspolitische Diskussions- und Entscheidungsprozesse zu nehmen.

Es ging aber auch wesenlich darum, ein stärker kompetenzorientiertes Herangehen bei solchen Angeboten zu entwicklen und zu erproben. Zum Abschluss des Projekts fand deshalb Anfang Juli 2018 in Italien nochmals ein zweitägiger Workshop für Künstlerinnen und Künstler aus den beteiligten Ländern statt.

Das Material, das im Verlauf des Projekts entstand, darunter eine deutsche Fassung der Kurzfassung der Methodologie, sowie weitere Informationen enthält die Webseite  http://www.meta-project.eu

RÜCKBLICK

Analyse und Auswertung erfolgreicher Praxisprojekte

Im ersten Schritt des Projektes ging es darum, aus vielen europäischen Ländern erfolgreiche praktische Beispiele aus dem formalen und non-formalen Lernen aller Altersgruppen, besonders aber mit Kindern und Jugendlichen, zusammenzutragen und eine Best-Practice-Sammlung zusammenzustellen. Die Praxisbeispiele wurden nach vereinbarten Kriterien ausgewertet, die Ergebnisse und Empfehlungen flossen in einen Auswertungsbericht, der in englischer Sprache erstellt wurde und auf der Projektwebseite abrufbar ist. Dort fanden auch grundlegende Informationen zum nationalen und europäischen Kontext Eingang.

Nach Abschluss der Auswertung der bisher vorliegenden beispielhaften Projekte entwickelte die Partnerschaft unter Leitung von Prof. U. Margiotta und Prof. G. Gobbo eine Methodologie, die anschließend von Praktiker/innen, sowohl Künstler/innen als auch Pädagoginnen, in einem gemeinsamen Praxistraining erprobt und erweitert wurde.

Expert/innengespräch

Am 8. Juni 2016 traRTfen sich mehr als 20 Expert/innen aus Politik, Verwaltung, Schule und zivilgesellschaftlichen Organisationen auf dem Pfefferberg zu einem Austausch über Integration und Teilhabe durch kulturelle Bildung an Schule. Dem Input  von Prof. Dr. Haci-Halil Uslucan von der Universität Duisburg-Essen folgte eine engagiert geführte Debatte, in der die Teilnehmer/innen aus ihrer jeweiligen Perspektive Hindernisse, wesentliche Problemlagen und Handlungsbedarfe benannten. Dabei wurde einmal mehr die Komplexität dieser Thematik deutlich und das Erfordernis, auf verschiedenen Ebenen an Lösungsansätzen zu arbeiten.

Unter nachfolgendem Link ist auch ein Video abrufbar, das einen Eindruck von der Debatte vermittelt:

http://www.youtube.com/watch?v=fqHoHqLHK_8

ADVOCACY TRAINING

15 Akteure aus den Bereichen Bildung, Kultur und Jugendarbeit kamen am 21. Juni 2017 auf dem Pfefferberg zusammen, um sich in Theorie und Praxis mit dem Thema ADVOCACY zu beschäftigen. Bislang wird dafür hierzulande meist noch synonym der Begriff Lobbyarbeit verwendet.

Im Verlauf des Workshops erfuhren die Teilnehmer/innen mehr über solche Aspekte wie Politikzyklus und Wirkungskette von Advocacy, sie lernten erfolgreiche Beispiele aus dem In- und Ausland kennen, diskutierten angeregt über Kreisläufe, Aufgaben, Ressourcen. Schließlich befassten sie sich unter fachkundiger Anleitung von Moderator Jochen Butt-Posnick mit spezifischen Herausforderungen in ihrer Organisation bzw. bei ihrem Projekt.

Pilotphase

Die mehrmonatige Pilotphase wurde in vier Ländern (neben den Partnerländern war Spanien beteiligt) durchgeführt. In Berlin beteiligten sich daran die Carl Kraemer Schule im Wedding mit drei Klassen und eine Klasse an Kurt Tucholsky Schule in Moabit. Erprobt wurde die META-Methodologie, die im Rahmen der Partnerschaft unter Einbeziehung der Ergebniss der Best-Practice-Analyse unter Federführung italienischer Wissenschaftler/innen der Universität Florenz und der Fondazione Carlo Collodi entwickelt wurde. Zum Abschluss besuchte Prof. Giovanna del Gobbo von der Universität Florenz die Schulen.

Hier einige anschauliche Impressionen und Reflektionen aus der Pilotphase an der Carl Kraemer Schule

https://www.youtube.com/watch?v=rwlwMuqwNPQ

Veranstaltung in Berlin

Nach zweijähriger Arbeit gab es auch in Berlin Gelegenheit, Erfahrungen, Ergebnisse und theoretische Schlussfolgerungen aus dem Projekt vorzustellen als auch in die praktische Erprobung einzusteigen.

Am 29. Januar 2018 sprach Prof. Umberto Margiotta/Ca’ Foscari University, Fondazione Nazionale Collodi zum Thema „Developing intercultural competences through art – Ansätze, Erfahrungen und Empfehlungen aus dem Projekt „Minorities Education Through Art (META)“, gefolgt von einer intensiv geführten Podiumsdiskussion.

Gilda Esposito, PhD University of Florence, gestaltete am 30. Januar 2018 mit den Teilnehmer/innen aus Syrien, Irak, Mexiko, Peru, Italien, Spanien, Schottland, Finnland, Dänemark, Kroatien und Deutschland einen sehr lebendigen Workshop, der sich mit der Frage  “How can arts-based learning contribute to inclusion in European classrooms?” befasste.

Die Abschlusskonferenz des Projekts fand Ende April 2018 in Brüssel statt.